★书名*作者:13t★德语原版书Das Abenteuer des Miguel Littín Illegal in Chile Gabriel GarcíaMárquez包平邮★ ★书号:ISBN 3462018671 ★新旧程度:二手书。 ★其他说明:完整,漂亮! ★简介*简评: 有任何问题请咨询本店主,可以直接通过视频看宝贝哦!本店主不懂德语哦!请多谅解!
Über den Autor Gabriel García Márquez, geboren 1927 in Aracataca, Kolumbien, arbeitete nach dem Jurastudium zunächst als Journalist. 1982 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Gabriel García Márquez hat ein umfangreiches erzählerisches und journalistisches Werk vorgelegt. Er gilt als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Schriftsteller der Welt.Ulli Langenbrinck
ist Journalistin und hat zahlreiche Film-, Radio- und Magazinreportagen über Portugal und
die Karibik veröffentlicht mit den Themenschwerpunkten Musik, Literatur und Religion.
Miguel Littín, chilenische Filmemacher und Allende-Anhänger, flieht mit seiner Familie
unmittelbar nach der Machtübernahme durch Augusto Pinochet ins Ausland. Er lebt in Spanien und Mexiko und dreht weiter Filme. Ab Herbst 1984 plant er seine Rückkehr nach Chile. Er nimmt Kontakt zu Widerstandsorganisationen auf und stellt drei Filmteams zusammen: ein niederländisches, ein französisches und ein italienisches. Die Teams beantragen unter verschiedenen Vorwänden Drehgenehmigungen und drehen Anfang 1985 in verschiedenen Regionen Chiles. Aus Sicherheitsgründen wissen die Teams nichts voneinander und nur der Leiter jedes Teams kennt den wahren Grund für die Dreharbeiten.
Littín veränderte sein Aussehen, seinen Gang, seinen Akzent und nimmt die falsche Identität eines uruguayischen Werbefachmanns an. Die äußerliche Tarnung war so gut, dass er später selbst von seiner Mutter zunächst nicht erkannt werden sollte. Sein Verhalten zu ändern fiel Líttin jedoch schwer und er glitt manchmal in seine alte Identität zurück.
Mit einer ebenfalls falschen Ehefrau, die organisatorische Aufgaben des Projekts übernahm, reiste er den Filmteams nach. Er leitete zunächst in der Hauptstadt Santiago de Chile die Arbeit des italienischen Teams und koordinierte das gesamte Unternehmen. Chilenische
Widerstandskämpfer stellen weitere sechs Teams zusammen, um das Projekt zu unterstützen.
Líttin ließ sich auch selbst filmen, damit seine Anwesenheit später nicht von der Regierung dementiert werden konnte.
Wegen der allgegenwärtigen Geheimpolizei und der nächtlichen Ausgangssperre waren die Dreharbeiten eine logistische Herausforderung. Littín wechselte alle paar Tage das Hotel, nahm bei Fahrten innerhalb der Stadt nacheinander mehrere Taxis in verschiedene Richtungen und wurde für längere Strecken von Mitarbeitern in immer anderen Mietwagen abgeholt. Als die Überwachung zunahm und eine Verhaftung drohte, inszenierte er mit Hilfe einer befreundeten
Journalistin seine Ausreise und gleichzeitige Enttarnung. Kurze Zeit später reiste er 1000 km entfernt wieder ein.
Littín wollte unter anderem die Stimmung im Land widerspiegeln. So drehte er auch in den Armenvierteln der großen Städte und interviewte die Bewohner über deren Haltung zur Militärregierung und zum ermordeten früheren Präsidenten Salvador Allende. Weitere Drehorte waren z.B. die Berkwerksregion um Concepción, Allendes Geburtsort Valparaíso oder das Haus Pablo Nerudas in dem Dorf Isla Negra. Außerdem war ein Interview mit einem General geplant, der angeblich über die Zustände innerhalb des Militärapparats berichten will. Littín wird aber immer wieder hingehalten und letztendlich kommt der Kontakt nicht zustande.
Die über 32.000 m Filmmaterial wurde nach und nach zu Littíns (echter) Ehefrau nach Madrid geschmuggelt und nach seiner Rückkehr dort geschnitten. Das Ergebnis waren ein vierstündiger Fernsehfilm und eine zweistündige Kinoversion.
Neben dem Fortgang der Dreharbeiten und den persönlichen Eindrücken Líttins von seinem Heimatland beschreibt die Reportage in einem zweiten Handlungsstrang rückblickartig die Situation Chiles unter Allende und die Ereignisse des Jahres 1973, also den Militärputsch, die Machtübernahme Pinochets und den Mord an Allende. Dies wird mit Líttins persönlichem Schicksal – seiner Emigration und dem Verbot der Rückkehr – verbunden.